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Tag der Talente in Berlin 2008

Auf Einladung von Ministerin Dr. Annette Schavan fand vom 20.09.-22.09.08 bereits zum dritten Mal der "Tag der Talente" in Berlin statt.

Rund 300 Preisträgerinnen und Preisträger der 22 bundesweiten Schüler- und Jugendwettbewerbe aus allen Teilen Deutschlands - unter ihnen Ruth Rietow (S1) aus dem Gymnasium Alstertal - erwartete ein hochkarätiges Programm. Neben Bildungsministerin Annette Schavan haben der diesjährige Max-Ophüls-Preisträger André Erkau und der Erfinder des mp3-Formats, Karlheinz Brandenburg, an den Diskussionen rund um das Thema Neugier und Begabung teilgenommen. Die Veranstaltung dient der Ehrung der Preisträgerinnen und Preisträgern der bundesweiten Schülerleistungswettbewerbe.


Das Thema Neugier stand im Mittelpunkt des Tages der Talente. Einerseits sollten die Schülerinnen und Schüler in Workshops die eigenen Interessen vertiefen können. Andererseits sollte ihnen der Tag der Talente auch die Möglichkeit geben, andere Fachgebiete und deren praktische Anwendung kennen zu lernen. Daher machten sich die Jugendlichen auf zu Orten in Berlin und Potsdam, die Neugierde wecken: Verschiedene Partnerinstitutionen boten den jungen Talenten in Workshops Einblick in ihr Arbeitsgebiet, in Arbeitsweise und Methodik. Die Themen reichen dabei von Softwaredesign über Molekulargenetik und Oper bis zum Alltag der Nachrichtenredakteure des ZDF. Allen Partnern möchte das BMBF an dieser Stelle herzlich danken.


Die Talente erwartete auch in diesem Jahr im Berliner ewerk ein hochkarätiges Rahmenprogramm. Die feierliche Abschlussveranstaltung fand am Montag, den 22. September, von 10 bis 12 Uhr im Beisein der Bundesbildungsministerin statt.
(Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung)





Erlebnisbericht von Ruth

Berlin, 20. - 22. September 2009. Mehr als 20 verschiedene Wettbewerbe, über 300 Preisträger/innen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat zum Tag der Talente eingeladen.

Die Veranstaltung beginnt am Samstagabend. Einige der Preisträger/innen aus unterschiedlichen Wettbewerben stellen ihre Arbeiten vor und lockern so den ansonsten mit Reden und Gesprächsrunden gefüllten Abend auf.
Anschließend haben wir Teilnehmer noch die Möglichkeit, uns über verschiedene Wettbewerbe und Möglichkeiten der Förderung zu informieren. Die Zeit vergeht schnell und schon bald ist es an der Zeit, sich auf den Weg ins Hotel zu machen.


Am nächsten Tag finden verschiedene Workshops für jeden Interessenschwerpunkt statt, das Angebot reicht von naturwissenschaftlichen über künstlerische bis hin zu philosophischen Veranstaltungen. Mich verschlägt es an das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, wo der Workshop mit dem verlockenden Titel „Von der DNA zum Lebewesen" stattfindet. Zunächst erwartet uns dort ein Vortrag über die Entschlüsselung des menschlichen Genoms und Proteinbiosynthese, anschließend dürfen wir in Kleingruppen selbst aktiv werden und uns in die Funktionsweise von Gen-Datenbanken einarbeiten. Ich bezweifle zwar, dass ich jemals wissen muss, inwieweit eins meiner Gene mit dem eines Pfeilgiftfrosches übereinstimmt, doch interessant ist es natürlich allemal. Nach einer kurzen Mittagspause folgt eine Führung durch das Institut (die Roboter dort sind wirklich faszinierend) und ein weiterer Vortrag, dieses Mal über Proteine, dann dürfen wir zurück an die Computer. Dieses Mal bekommen wir ein wahres „Spielzeug", ein Programm, das Proteine auf verschiedene Weisen räumlich darstellen kann. Leider bleibt uns nur wenig Zeit dafür, das auszuprobieren, denn wir müssen schon bald zurück ins Hotel. In den Rückweg ist eine kurze Stadtrundfahrt integriert. Leider erfahren wir dabei recht wenig über die Sehenswürdigkeiten Berlins, doch dafür werden wir recht ausführlich über die Wildschweinplage in den Randbezirken informiert.

Der letzte Tag soll schließlich den Höhepunkt der ganzen Veranstaltung darstellen. Vor weiteren Präsentationen von Preisträgerarbeiten hält Dr. Annette Schavan, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, eine Rede. Doch bevor sie (wie alle Redner vor ihr auch) ihre Definition von „Talent" vortragen kann, muss zunächst das Rednerpult repariert werden, das prompt in seine Einzelteile zerfiel, als die Ministerin daran trat. Zum Abschluss wird je ein/e Preisträger/in eines Wettbewerbs stellvertretend für alle, auch die nicht anwesenden, Preisträger/innen von Dr. Schavan geehrt. Dann machen wir uns auf den Rückweg.





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(Änderungsdatum: 01.02.09)